Höxter / 13.01.2019 (BfH). 233 Unterschriften von Brenkhäuser Bürgerinnen und Bürgern hat Ortsausschussmitglied Heinrich Weskamp gesammelt, um mit zwei Bürgeranträgen dem Laubproblem auf dem örtlichen Friedhof Herr zu werden. Denn wenn die 17 großen Bäume, hauptsächlich Eichen, rund um den Friedhof Brenkhausen ihre Blätter verlieren, dann dauert es nicht lange, bis viele der umliegenden Gräber unter einer dicken Schicht aus Laub regelrecht begraben sind. „Abgebrochene Äste liegen zwischendurch auch immer mal wieder auf den Gräbern. Es sind aber hauptsächlich ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, welche die Grabpflege ihrer verstorbenen Angehörigen übernehmen“, sagt Weskamp. Ihnen fiele es aufgrund ihres Alters mit den damit verbundenen Einschränkungen besonders schwer, die Gräber vom Laub zu befreien. 
Hinzu käme, dass die Wurzeln den umlaufenden Friedhofsweg zerstörten. Einige Meter des Weges wurden deshalb schon gegen groben Schotter ausgetauscht, was laut Weskamp für ältere Menschen mit Gehbehinderung nicht von Vorteil sei. BfH-Mitglied Heinrich Weskamp hat schon zwei Bürgeranträge mit den gesammelten Unterschriften in den Ortsausschuss Brenkhausen eingebracht – vergebens. Im Ortsausschuss ist der Wunsch der betroffenen Bürgerinnen und Bürger mehrfach diskutiert und mehrheitlich abgelehnt worden - zuletzt Anfang diesen Jahres. Um das Laubproblem zu minimieren schlägt Heinrich Weskamp vor, die Hälfte der Bäume entfernen zu lassen. Das spare der Stadt auch Kosten, denn erst vor kurzem seien Baumpfleger damit beauftragt gewesen, die Bäume von toten Ästen zu befreien, sagt Heinrich Weskamp. Ringsumher seien noch ausreichend Bäume vorhanden, ergänzt Weskamp. Die Brenkhäuser Bürgerin Wilma Eck teilt die Ansicht von Heinrich Weskamp. „Je älter man wird, desto schwerer fällt einem die Grabpflege“, sagt die 81-Jährige. Abgesehen von den Wurzelschäden und dem Laubanfall beanstanden die beiden Brenkhäuser auch ein fehlendes Kolumbarium oder fehlende Rasengräber. „Die Bestattungskultur hat sich verändert, darauf müsse man reagieren“, sagt Weskamp. Das nächste Kolumbarium befindet sich auf dem Westfriedhof in Lütmarsen. Zwei Verstorbene aus Brenkhausen hätten sich dort bereits beerdigen lassen, weil in Brenkhausen etwas dergleichen fehle. Aber nicht nur in Brenkhausen sondern auch in den meisten anderen Ortschaften im Stadtgebiet Höxter, sagt Weskamp. Das man in seinem Heimatort nicht so beerdigt werden könne, wie man es wolle, bemängelt das BfH-Mitglied.
 
 
Fotos: H.Kube